Unterschiede zwischen den Setups
Ob jemand ein völlig eigenständiges Qualysetup entwickelt liegt an jedem Fahrer selbst. Die meisten Fahrer unterliegen einer Gewöhnungszeit, von daher ist es meist wenig sinnvoll das man zuviele Änderungen zwischen dem Renn- und Qualysetup hat. Ein jeder sollte selbst entscheiden ob er mit vollen oder leeren Tanks fährt und wieviel er beim Setup ändert. Wir werden euch nur zeigen wo man die letzten zehntel aus einem Auto raus holt und deswegen unterschiedliche Setups benötigt.
Man kann hier zwischen allg. und direkten Unterschieden eine Aufteilung treffen. Die allg. sind nicht unbedingt wichtig, sollten aber genannt sein. Die direkten sind für das Rennsetup tötlich, da sie stark am Reifenverschleiß mitwirken und auf max 2-3 schnelle Runden getrimmt sind. Danach wäre das Auto unfahrbar oder sehr langsam.
Allg. Unterschiede
Ein allg. Unterschied liegt normalerweise im Gewicht des Fahrzeuges. Da man hier aber ausser an der Tankfüllung nichts ändern kann liegt es an jedem selbst wie er sich dazu entscheidet. Allg. Faktoren sind Federung/Dämpfer, Bremsebalance, Bremsdruck, Gangwahl, Differential die bei leeren Tanks angepasst werden sollten. Da Traktion über die Zeit entscheidet kann manchmal ein voller Tank schneller sein als ein leerer.
Direkte Unterschiede
Spoiler: Einen höhere Spoilereinstellung für Strecken wo eine gute Mischung zwischen langsamen und schnellen Kurven besteht z.B. Stadtkurse. Oft gewinnt man mehr Zeit in den langsamen Streckenabschnitten, als man auf der Geraden durch einen hohen Spoiler verliert.
Faktoren für bessere Traktion: Im Qualysetup kann man an die Grenze des machbaren gehen, da der Reifenverschleiß keine Rolle spielt, solange das Fahrzeug stabil bleibt und 2 schnelle Runden ermöglicht. Deswegen kann man den Nachlauf erhöhen, die Spurwerte vergrößern, den Sturz mehr ins negative stellen, den Vorlauf verringern und danach die Sperre sowie Sperrwirkung anpassen. Eine niedrigere Vorpsannung sorgt für einen stärkeren Vortrieb, ob eine Anpassung sinnvoll ist, muß man testen.
Ob man an die Federund Dämpfer geht ist jedem selbst überlassen. Auf schnellen Strecken kann man durchaus noch weiter in den Grenzbereich von harten Federn gehen. Noch weichere Federn sind hingegen meist zeitraubender als das sie einen positiven Effekt haben.