Stabilisatoren nehmen sehr starken Einfluß auf das Fahrzeugverhalten. Deswegen sollte man hier sehr mit Bedacht vorgehen.
Im Setup 1x1 wurden die Stabilisatoren schon sehr ausführlich behandelt, deswegen fassen wir die wichtigsten Punkte nochmal zusammen.
Gesamt weiche Stabilisatoren lassen bei einem Fahrzeug mehr Seitenneigung zu, dadurch kann man mehr Grip erreichen.
Gesamt harte Stabilisatoren führen eher zu Gripverlust, aber sie fördern das Handling beim Gewichtswechsel, was man in Schikanen benötigt.
Durch das Achs-Einseitige verstellen in der Härte reguliert man die Bodenhaftung d.h. ich kann das Lenkverhalten je nach Front- oder Heckantrieb beeinflussen.
Die Abhängigkeit liegt hier wieder im Verhältnis zu den Federn. Wenn ich mein Setup baue, benötige ich bei harten Federn auch harte Stabilisatoren, bei weichen Federn brauche ich weiche Stabilisatoren, bei mittleren Federeinstellung auch mittlere Stabilisatoren.
Das sollte man als Basis immer so einstellen, wenn man mit dem Setupbau beginnt. Falsch eingestellte Stabilisatoren können mich bei der Federeinstellung stark in die Irre führen und gerade hier kommt es immer wieder zum plötzlichen Handlingsverlust der Fahrzeuge.
Abschließend kann man noch erwähnen das im Normallfall alle Werte unabhänging voneinander eingestellt werden können. Man sollte nur die Abhängigkeiten berücksichtigen. Steigende Fahrzeuggewichte/Leistungen können die Abhängigkeit relativieren.
harte Feder = harte Stabilisatoren = weiche Dämpfer
mittlere Federn = mittlere Stabilisatoren = mittlere Dämpfer
weiche Feder = weiche Stabilisatoren = harte Dämpfer
Wöllte man es berechnen so geht das relativ einfach. Man nimmt die Einstellungsmöglichkeiten und zählt die Stufen. Diese drittelt man und hat entsprechend seine Bereiche Hart, Mittel, Weich.
Wenn man noch etwas über die Stabilisatoren erwähnen will, dann wäre das die Vorsicht mit der man an die Einstellungen ran geht. Veränderungen hier können das Setup durchaus unfahrbar machen bzw. über die Renndistanz zu unkontrolliebaren Verhalten führen. In der Abhängigkeit mit den Federungswerten hat man bereits seinen Richtwert für die Stabilisatoren. Wenn man meint es wäre ein Feintuning nach einem fertigen Setup hier nochmal einen Wert zu verändern, kann gerade im Rennen schnell eines besseren belehrt werden. Deswegen ist besonders wichtig hier lange Turns zu fahren und zu schauen ob selbst eine geringe Änderung das hält, was man sich von ihr verspricht. Oft probieren Fahrer ein besseres Einlenkverhalten hier her zu bekommen, was durchaus auch für ein paar Runden zutreffen kann, aber im Rennverlauf sich schnell in einem übersteuernden Fahrzeug dann niederschlagen könnte. Im Qualysetup kann eine Änderung durchaus sinnvoll sein um z.B. einen besseren Grip auf einer Achse zu bekommen.